Zur Geschichte des Feuerwehrwesens in der Stadt Themar lässt sich folgendes berichten:
Wie in vielen Gemeinden üblich, gab es aus der Notwendigkeit Brände zu verhüten, verschiedene Verordnungen über den Umgang mit Feuer und Feuerstätten sowie zur gegenseitigen Hilfe bei Bränden. Denn nicht selten sind aus einfachen Bränden eines Wohnhauses im Mittelalter durch die Bauweise Großbrände entstanden, die ganze Innenstädte zerstörten. Zu nennen ist hier zum Beispiel der große Stadtbrand von 1634, bei dem 200 Häuser vernichtet wurden.
Die Geschichte der Feuerwehr in organisierter Form beginnt im Jahre 1869, als eine Pflichtfeuerwehr gegründet wurde. Im gleichem Jahr erging an einen hiesigen Handwerker der Auftrag, eine Abprotzspritze zu fertigen.
Bemerkenswert ist aber noch die Tatsache, dass die Kopie eines Protokolls vorliegt, welche besagt, dass am 19.10.1862 die Gründungsversammlung für den Feuerwehrverband Sachsen-Meiningen in Eisfeld stattfand. An dieser nahmen die Feuerwehren Gräfenthal, Eisfeld, Hildburghausen, Themar, Salzungen und Sonneberg teil. Daraus lässt sich vermuten, dass es schon vor dem Jahre 1869 eine Feuerwehr in Themar gegeben haben muss. Am 18.05.1880 wurde der Feuerwehrverbandstag in Themar durchgeführt.
Um den Feuerschutz zu erweitern wurde am 10.06.1908 neben der bestehenden Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, die sich aus den Männern des Turnvereines rekrutiert.
Im Jahre 1928 erhielt die Feuerwehr Themar einen automobilen Mannschaftswagen mit angehängter Motorspritze. Dies machte den Bau eines neuen Feuerwehrdepots notwendig, da das alte am Markt neben der Fleischerei Belz zu klein geworden war. Das neue Gerätehaus wurde bis zum Jahre 1932 am jetzigen Standort errichtet, und bestand aus zwei Räumen für die Fahrzeuge und Spritzen, einem Steigerturm und einer Wohnung im Obergeschoss.
Am 6. und 7. Juli 1935 fand in Themar der Kreisfeuerwehrtag statt.
Der in den Kriegsjahren entstandene Mangel an Männern in der Feuerwehr wurde durch Frauen kompensiert, die den Dienst in der Feuerwehr übernahmen. So waren bis Kriegsende ca. 40 Frauen in der Feuerwehr tätig.
Mit Kriegsende sind auch die größten Zerstörungen seit 1634 durch einen Angriff der Amerikaner zu verzeichnen. In den Jahren zwischen 1945 und 1989 wurde die Technik der Feuerwehr weiter verbessert. So erhielt man im Jahre 1984 ein Tanklöschfahrzeug auf IFA W 50 und später ein LF 8 TS 8 STA auf einem Robur LO. Besondere Ereignisse waren der Großbrand der Lederfabrik Harenberg am 29.06.1964, der Großbrand der LPG-Stallanlagen am 28.04.1967 und der Wohnhausbrand Tachbacher Starße 1 (früheres Parteiheim) am 30.11.1982.
Auch von Hochwasser der Werra wurde Themar immer wieder heimgesucht. Erwähnenswert ist da das Hochwasser am 24.12.1967, als das Wasser sogar den kompletten Marktplatz überflutet hatte.
Mit der Wiedervereinigung kamen neue und geänderte Bedingungen auf die Feuerwehr zu. So wurde die Feuerwehr Themar mit den Aufgaben einer Ölwehr für den Landkreis Hildburghausen betraut. Außerdem erhielt sie einen Hydraulischen Rettungssatz zur Technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen. So wurde auch ein Neubau des Feuerwehrdepots notwendig, der als Anbau an das bestehende Gerätehaus im Jahre 1993 verwirklicht wurde. So verfügt die Feuerwehr jetzt über 4 neue Fahrzeugstellplätze. Bis 1995 verfügt die Feuerwehr über ein TLF 16/20 (IFA W 50), LF 8 TS 8 STA, einen W 50 LKW mit Mannschaftskabine für sonstige Aufgaben, für den Katastrophenschutz des Landkreises ein LF 16 TS und für die Gefahrgut-Komponente des Landkreises einen GW-Messtechnik und einen Feuerwehr-Anhänger für größere Ölschadenslagen.
Im Jahre 1999 wurde das TLF 16/20 durch ein neues TLF 16/25 Iveco/Magirus ersetzt. 2003 erhielt die Feuerwehr einen durch Spenden finanzierten MTW Ford Transit und im Jahr 2004 einen GW-G2 MAN/Schmitz als Ersatz für den Ölschadensanhänger. Das LF 8 wurde an den Ortsteil Wachenbrunn abgegeben.
Im Jahre 2008 erhielt die Feuerwehr ein HLF 20/16 vom Landkreis Hildburghausen für die Aufgaben im überörtlichen Bereich.